Wohnen in Marzahn

Früher war es ein echter Luxus in Berlin Marzahn in der Allee der Kosmonauten zu wohnen und auch heute hat man das Gefühl, dass die Menschen nicht so recht wegziehen wollen.

Ich habe mich ein mal umgeschaut in Berlin Marzahn in der Allee der Kosmonauten und mich gefragt, warum immer noch nahezu jede Wohnung in den Großen Gebäudekomplexen belegt ist. Dabei bin ich auf eine Familie gestoßen, die die Chance hatten einen neuen Job in Leipzig zu bekommen sie dann auch in Leipzig wohnen wollte, doch sie wollten nicht weg aus ihrem Marzahner Plattenbau. Warum sollten sie denn auch, wo es doch zu hause so schön ist.

1978 wurde die „Wohnungsbauserie 70“, kurz „WBS 70/1122“ errichtet. Die Wohnungen waren auf Grund des Wohnungsmangels sehr begehrt und man bekam nur eine Wohnung, wenn man in der Wohnungsbaugenossenschaft tätig war und einem eine Wohnung von der Arbeit aus vorgeschlagen wurde. Die Wohnung der Beispielsfamilie bestand aus drei Zimmern mit 61 Quadratmetern, einem sechs Meter breitem Balkon, einer Küche mit Fenster, einem Bad mit Badewanne, einer Zentralheizung,Warmwasser, einem Müllschlucker auf dem Flur und sogar einem Fahrstuhl. Es war ein absoluter Luxus in einer dieser Wohnungen einziehen zu dürfen. Auch heute sieht man viele ältere Menschen dort, die nie ausgezogen sind. Die Wohnungen sind günstig und heute freut man sich über die dünn eingezogenen Wände, die man einreißen darf und so aus vier Zimmern drei oder aus drei Zimmern zwei machen darf.

Um die Häuser wurde nach und nach auch alles weitere gebaut. Es gibt Kindergärten, Schulen, Einkaufszentren und ein Rathaus ist auch gleich um die Ecke. Wer sich ein mal häuslich eingerichtet hat und sich wohl fühlt, sieht keinen Grund um aus zu ziehen.

Hinterlasse eine Nachricht