Es ist nicht nur die These einer aktuellen Studie sondern bereits gefährliche Realität: Die rechte Szene setzt heutzutage immer mehr auf die Verbreitung ihres Gedankenguts mit Hilfe von Web 2.0. Allein bei Facebook hat die Seite der NPD die sich „NPD – Die soziale Heimatpartei“ nennt über 7500 Fans.
Durch die neuen und vor allem schnellen Verbreitungsmöglichkeiten mit Hilfe von sozialen Netzwerken, Videoplattformen und Blogs, kann natürlich auch die rechtsextreme Szene von diesem Angebot profitieren und so um Jugendliche werben.
Dabei kann man zwar weniger eigenständige rechtextreme Websites im Internet entdecken, wie die Macher der Untersuchung “Rechtsextremismus online” bestätigen aber die radikalen Neonazi-Gruppen hätten ihre Web-Präsenz um 20 Prozent ausgebaut. Weitere Zahlen belegen, dass es rund 30 Prozent mehr der sogenannten Mobilisierungssites gegeben, mit Informationen zu Kundgebungen etc. und außerdem mit 6000 Profilen, Videos und Userkommentaren drei Mal so viele Beiträge wie im Vorjahr.
Die NPD hält sich allerdings trotzdem zurück. Eher bieder wirbt sie auf Ihrer Facebook-Seite, Hakenkreuze oder offener Ausländerhetze findet man nicht, aber trotzdem ist natürlich die rechte Tendenz klar erkennbar.
Anders geht es da zum Beispiel auf Youtube.com zu wo die Braunen unverblümt hetzen und ihre ausländerfeindliche Gesinnung preisgeben. Unter einem Video mit dem Titel “8 jähriger Zigeuner lebt auf der Straße“, welches einen angeblichen Roma-Jungen zeigt stehen Kommentare wie “Der gehört sofort umgebracht!!!!! Dieser kleine Bastard!!!” oder “genetischer abfall”. Dafür kritisieren die Experten von jugendschutz.net die Verantwortlichen scharf: “Der Dienst löschte bisher nur gemeldete Filme, volksverhetzende Kommentare blieben unangetastet.” Bleibt zu hoffen, dass dafür bald bessere Kontroll-Instanzen in Leben gerufen werden.
28/07/2011
Kai
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