Die Band Dear Reader

Dass Indie-Größen wie „The Libertines“ oder „Artic Monkeys“, meist aus England, Kanada oder den USA kommen, ist klar. Doch manchmal schickt man automatisch auch andere Bands in die stereotypische Ecke eines Landes, obwohl sie gar nicht von dort kommen. Das denkt man wohl auch, wenn man sich die Band „Dear Reader“ anhört.

Die Band aber kommt aus Südafrika. Das Land mit der höchsten Kriminalitätsrate auf dem Kontinent Afrika ist geprägt von Spannungsverhältnissen zwischen den drei ethnischen Gruppen des Landes: Afrikaans, der dunkelhäutigen Bevölkerung und eben der britischen Minderheit. Zu dieser Minderheit gehören auch Cherilyn McNeil, der Sänger und Pianist der Band, und Darryl Torr, der für den Bass und das Keyboard zuständig ist. Sie beide haben die Band als Duo gegründet.

Dear Reader, Foto: really nothing_flickr

Die hohe kulturelle Vielfalt in Südafrika sehen die Bandmitglieder eher als Motor und Grund ihrer Zusammenschließung als Band: „An Johanessburg lassen sich all die massiven Veränderungen in Südafrika ablesen. Wir haben elf offizielle Amtssprachen und all diese Kulturen vermischen sich. (…) In dieser Hinsicht ist es natürlich ein toller Ort“, sagt Cherilyn.

Ursprünglich hieß das Duo „Harris Tweed“, was 2006 unter dem eben damaligen Namen das Debüt-Album „The Younger“ veröffentlich hat. Außerdem gingen sie auf Tour mit José González und spielten auch beim sehr renommierten und bekannten South by Southwest-Festival in Austin, Texas. Schade für die Band, dass sie 2008 den Namen weggeben muss, weil es sich bei dem damaligen Namen Harris Tweed um ein Kleiderlabel handelte, was geschützt worden war.

Ein neues Album, „Idealistic Animals“, hat die Band jedenfalls auch schon herausgebracht. Und in Berlin, die Wahlheimat der Band, fühlen sie sich dem Vernehmen nach sehr wohl. In dem Album sind Gitarrenakkorde und Elektromix die vorherrschenden Instrumente der musikalischen Untermalung. Gut ins Ohr geht das auf jeden Fall.

 

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