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klangbad.de
nufa:
Neues Album im Herbst 2009!
Was passiert da eigentlich? nufa, gegründet als Jugendsünde, entdeckt von Faust-member Hans-Joachim Irmler, der sie in sein Studio einlud und 2006 auf seinem Label "Klangbad", eigentlich bekannt für seine ungewöhnlich experimentelle Künstler_innen, das Debutalbum "nackt geboren" veröffentlichte, galten die damals 18 Jährigen als ungemütliche, charmante Schülerband.
"für Überraschungen gute Eigenstänigkeit" (Musikexpress), "Jetzt muss die Landkarte neu verortet werden, denn: hier kommt nufa!" (Notes) oder einfach "tolle Platte!" (Intro.de) hieß es damals.
Jetzt, über zwei Jahre später stehen die fünf Musiker wo ganz anders. Das experimentelle haben sie in sich aufgesogen und geben es live in mitunter minutenlangen Improvisationsstrecken von sich aus denen sich dann doch ab und zu Popstrukturen herausschängeln. Mit Jonas Dorn (25) an der Gitarre haben nufa ihren Kopf gefunden, der sich in Martin Panitzens Keyboardstrecken zurücklehnen kann, um dann wieder anzugreifen und neue Sphären zu eröffnen. Dorn studiert bei Frank Möbus Jazz-Gitarre in Weimar, Panitz ist an der Ulmer Münsterorgel musikalisch groß geworden. Den beiden stehen die intuitiven Benjamin Dörr und Jacob Schneikart gegenüber, die inzwischen in Leipzig einen Mixtapetauschladen betreiben (DIE KASSETTE). Manchmal beide am Bass dröhnen sie durch Effekte (Dörr) während Frontmann Schneikart mal am Mikrofon Sätze herausschleudert, die man in Stein meißeln will, um im nähsten Moment selber mit Hammer und Meißel metallischen Schrott zum Klingen zu bringen.
So ziehen nufa ihren Sound hoch, zwischen Liebe, Wut und Wahnsinn und sind dabei vor allem: spannend und ergreifend.
Das zweite Album ist nach über zwei Jahren immernoch nicht erschienen, was nicht heißt, dass es Stillstand gibt. Ganz im Gegenteil: nufa befühlt und überrennt Grenzen, finden sich auf Bühnen mit Free-Jazz-Legende Bill Elgart oder in Projekten mit Bernadette La Hengst wieder. Im Oktober stehen sie mit dem IDM und Electronic-Künstler Jens Döring aka e.stonji auf einer Bühne. 2007 gab es für die neu-Leipziger den Kulturförderpreis der Stadt Ulm, sozusagen als Abschiedsgeschenk aus der Provinz.
Und mit dem nächsten Album wollen die "Krautpopper" Maßstäbe setzen oder zumindest alte umwerfen. Als Reaktion auf die einerseits überflutete und andererseits verkaufsschwache (Tonträger) Musikszene wollen nufa eine neue Form ausprobieren.
Drei parallele Veröffentlichung sollen im Frühjahr 09 erscheinen, alle auf verscheidenen Medien.
Da nufa nicht unbedingt durch ihre Songs herausragen, sondern eher durch den Gesamtsound und den eingeschlagenden, oft spontanen Stimmungsbogen in ihrer Musik soll das eigentliche Album auf CD ohne Unterbrechungen durchlaufen. Live-Geräusche verbinden, unterbrechen und führen zu Songs, da nufa sich, wie live auch, die Zeit nehmen will Ideen aufkommen zu lassen und umzusetzen. Zum Skippen bleiben dann nur willkürliche Fünfminuten-Sequenzen, die aber auch die Vielseitigkeit und das Spannende in der Musik spiegeln.
Das Album dann ein Gesamtkunstwerk mit Spannungsbogen: wie ein Mixtape, dass eh gerade auch durch den Laden in Leipzig ein zumindest mediales, vielleicht letztes Hoch erlebt.
Neben der CD sollen Songs in klareren, popigeren Versionen im Internet als Download erscheinen. Mit "Sterne", "Im Kreis" oder "Mikroskopisch" stehen hierfür Hits bereit, die live schon länger überzeugen.
Als drittes "Extra" sind im Laufe der Zusammenarbeit mit verschiedenen Künstler/innen verschiedene Remixe von nufasongs entstanden, die als rare-vinyl-edition erscheinen sollen.
Vinyl, Mixtapes, Spontaneität, Wut und Emotionen in den Texten, man sieht: nufa entsteht aus Leidenschaft, auf die sie die Hörer_innen mit ihrer Musik einladen.
_Presse:
VISIONS Nr.160 Juli 2oo6 Autor: Wolfgang Kienast (8 Punkte)
„Nufa machen Indierock, ehrlich und dabei weit genug von den ausgetretenen Pfaden entfernt, um verdiente Aufmerksamkeit zu erlangen.
Es sind nicht immer die Bands aus den musikalischen Zentren, die den Nagel auf den Kopf treffen. Nufa sind mit oder ohne Hauptstadtphobie uneingeschränkt zu empfehlen.“
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NOTES September 2oo6 Autor:Günter Ramsauer
„In Ulm steht der höchste Kirchturm der Welt. Die Höhen deutschsprachiger Pop-Musik vermutet man in der Münsterstadt weniger. Jetzt muss die Landkarte neu verortet werden, denn: hier kommt nufa! Mit Schwung, Charme und Geschick gelingen ihnen Pop-Kunststücke, die weder verkopft nochnoch in seichte Deutsch-Pop-Gewässer andriften. Dafür verantwortlich ist das flexible Zusammenspiel des Schlagzeugers Daniel Rueß mit Bassist Benjamin Dörr sowie Gitarrist Jonas Dorns beschwingtes Saitenspiel. Wie eine neuzeitliche Kreuzung aus Brian Auger und John Lord bedient der außergewöhnliche Martin Panitz die Tasten. Im Zentrum phrasiert Sänger Jacob Schneikart die alltagspoetischen Texte auf seiner vielfältigen Emotionsskala. Eine neue deutsche Stimme mit hohem Wiedererkennungswert. Auf dem ungelisteten Bonus-Track wagen sie sogar den psychedelischenKrautrock. Mit "nackt geboren" ist nufa ein eindringliches Stück deutschsprachigen Pop gelungen. Die erste Liga ist zum Greifen nah!“
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MUSIKEXPRESS Juli 2oo6 Autor: Josef Winkler
„Aber mit hübsch rohem Sound -Orgel und Krautjazzpolterpassagen sind willkommen-, der sich nicht auf Indierock-Klischees ausruht, bewahrt sich das ganze eine interessante, für Überraschungen gute Eigenstänigkeit.“
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WESTZEIT Juni 2oo6 Autor: Klaus Hübner
„Solche Töne hörte man zuletzt von Fehlfarben oder Palais Schaumburg, wenn die aus echter oder gespielter Wut fast ins Mikro bissen.“
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INTRO.DE Mai 2oo6 Autor: Peter Flore
„Tolle Platte.“
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